ContactOffice: PRISM-Enthüllungen führen zu sprunghaftem Anstieg an Anfragen

13. Juni 2013 News 0 Kommentare

Mit ContactOffice können sich Unternehmen und Geschäftskunden vor dem Zugriff amerikanischer Geheimdienste schützen. Und so ist es kein Wunder, dass wir in den Tagen seit den PRISM-Enthüllungen mit Anfragen förmlich “überrannt” wurden. Die Enthüllungen von Edward Snowden zum PRISM-Überwachungsprogramm scheinen doch viele europäische Anwender geschockt und für die Gefahren sensibilisiert zu haben, die bestehen, wenn sie ihre Daten auf Server auslagern, die in den USA stehen bzw. von amerikanischen Unternehmen betrieben werden.

Wie mittlerweile bekannt wurde, ermöglicht es PRISM amerikanischen Geheimdiensten, sich Zugriff auf die Server der neun größten US-Internet-Unternehmen wie zum Beispiel Google, Facebook, Yahoo, Microsoft und Apple zu verschaffen, um dort Informationen über deren Anwender abzugreifen. Die betroffenen Unternehmen bestreiten diese Enthüllungen und gehen sogar so weit, dass sie behaupten, überhaupt keine Kenntnis von so einem Programm zu haben. Die US-Behörden haben allerdings mittlerweile über einen Verbindungsmann des obersten Geheimdienstchef der USA, James Clapper, die Existenz von PRISM bestätigt. Caspar Bowden, der die Firma Microsoft bis 2011 in Datenschutzfragen beriet und mittlerweile als unabhängiger Kämpfer für mehr Datenschutz im Internet aktiv ist, warnte davor, dass der Zugriff von US-Behörden auf weltweit verbreitete persönliche Daten den Rest der Welt zu einem Datenschutz-”Guantanamo” werden ließe, einer Art rechtsfreier Zone.

In diesem Zusammenhang suchen derzeit viele europäische Anwender nach Alternativen zur “American Cloud”. Sie suchen nach Lösungen, die ihre nationalen behördlichen Vorgaben in Bezug auf Datenschutz erfüllen und ihnen außerdem das Recht garantieren, ihre Daten jederzeit abzurufen, zu modifizieren oder zu löschen. Der letzte Punkt ist besonders für viele amerikanische Anbieter problematisch, die die Daten ihrer Kunden monetarisieren möchten.

Als Folge dieser Diskussion werden wir derzeit mit Anfragen zur eigenen Lösung bzw. zur Migration von anderen Plattformen auf ContactOffice förmlich überrannt. Immerhin läuft ContactOffice bereits seit mehr als 13 Jahren produktiv.

“Die meisten Anfragen erhalten wir derzeit von Geschäftsanwendern, die sich über den Standort unserer Server erkundigen”, bestätigt Patrick De Schutter, einer der Gründer von ContactOffice. “Andere Anfragen konzentrieren sich auf unsere Security-Prozesse und unsere Vorgehensweise bei Anfragen durch behördliche Instanzen. Auf alle diese Anfragen antworten wir, dass unsere Daten in einem Europäischen Rechenzentrum in Belgien gehostet werden, einem der Länder mit der strengsten Datenschutzgesetzgebung auf der Welt. Wir verfügen über die vollständige Kontrolle über alle unsere Server und kein Sub-Unternehmer hat Zugang zu unserer Infrastruktur. Kein Dritter (und auch nicht die Regierung) hat Zugriff auf die Daten, die auf unseren Servern gehostet werden: Sie müssen unsere Unterstützung anfragen, wenn Sie Informationen über unsere Kunden benötigen. Dies erfolgt nur im Fall einer von einem Richter unterschriebenen gerichtlichen Anordnung.”

De Schutter erklärt weiter: “Auch unsere Backup-Daten verlassen nie europäischen Boden. Darüber hinaus setzen wir unterschiedlichste Mechanismen ein, mit denen wir alle Daten schützen und anonymisieren. Selbst im Falle eines unerlaubten Eindringens wäre der Eindringling nicht in der Lage, die erbeuteten Daten den jeweiligen Kunden zuzuordnen. Unsere Mission ist es, die Daten unserer Kunden zu hosten und bestmöglich zu schützen und sie nicht zu analysieren, um Profile zu erstellen und diese durch Werbung zu monetarisieren.”

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